
Die Welt von gestern



„Sie stellen die komplexe Persönlichkeit des Nolaners facettenreich, anschaulich, fesselnd und tiefenscharf zugleich dar, so dass das Publikum im besten Sinne unterhalten und zugleich unaufdringlich, aber nachhaltig belehrt wird.“ (Volker Reinhardt)
Gerne reisen wir zu Ihnen und spielen „Ein Mann aus Nola“ für Sie. Ob auf der großen Bühne oder als Kammerspiel in kleineren Räumen – wir sind flexibel und können unser Stück leicht an Ihre Rahmenbedingungen anpassen.
Buchungen und Auskunft unter: impulse@klaus-reitberger.com, Tel: +4369910811013
Klaus Reitberger ist promovierter Physiker und langjähriger Theatermacher, der im Raum Kufstein und Umgebung schon fast 40 Theaterstücke auf die Bühne brachte, ein Drittel davon aus eigener Feder. Mit seiner Inszenierung der „Antigone“ des Sophokles gewann er den Volksbühnenpreis Tirol. Mit „Kosmische Strahlen“, einer Biographie über das Leben des Physik-Nobelpreisträgers Victor F. Hess, erfolgten zwischen 2012 und 2015 über ein Dutzend Gastspiele von Berlin bis Graz, von Münster bis Wien. In „Ein Mann aus Nola“ verkörpert er Giordano Bruno.
Maria Reitberger ist Magistra der Philosophie und Kulturkoordinatorin der Stadtgemeinde Kufstein. Sie spielte schon in vielen Theaterstücken – vor allem beim Stadttheater Kufstein – und war auch selbst bereits als Regisseurin tätig. Als Protagonistin in Ariel Dorfmans „Der Tod und das Mädchen“ und als Teufel im Kufsteiner Jedermann stellte sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis. In „Ein Mann aus Nola“ spielt sie 24 verschiedene Rollen.
Nach 650 km am Ziel vor dem Türkischen Bad in Sokobanja
Vom 16. August bis 8. September weilte ich im schönen Serbien und legte dort weitere 650 Kilometer auf dem Europäischen Fernwanderweg E4 zurück. Auch zu dieser Wegstrecke wird es wieder eine Publikation und einen Vortrag geben.
Weitere Infos: https://klaus-reitberger.com/fernwandern/
Alles, was gelb ist, hab ich schon.
Zum vierten Mal schon spielten wir „Jedermann“ in jener ungewöhnlichen Kufsteiner Fassung, welche so viel weltlicher und weiblicher ist als das Original. Einmal mehr strömte reichlich Publikum zu den stets ausverkaufen Aufführungen, welche mit dem bewährten Bühnenzauber am Vorhof der Festung Kufstein überzeugen konnten: opulente Tanzeinlagen, beeindruckende Lichteffekte, die schiere Vertikalität der Burg als Bühnenhintergrund, der Teufel im Panoramalift, der Tod in den Fenstern der steinernen Treppen, aufwändige Kostüme, mitreißende Musikuntermalung – und überall fallen die Würfel in stets neuen Kombinationen.
Nur noch wenige Tage, dann darf ich als Moderator der glück.tage im Kufsteinerland ein Gespräch mit den beiden Fußball-Legenden Toni Polster und Oliver Kahn auf der Bühne im Festspielhaus Erl führen.
Wir sprechen über die Rolle des Glücks im Fußball, über die Rolle des Sports für ein glückliches Leben und natürlich über die bevorstehende WM in Nordamerika. Auch Anekdoten aus dem Leben beider Sportler wird es geben.
Zur Musikuntermalung spielt die Band „Gemischter Satz“ passende Songs. Auch Bücher und Autogramme beider Stargäste sind im Zuge der Veranstaltung erhältlich.
Als dritter Gast auf der Bühne, kommt in der zweiten Hälfte der Veranstaltung noch unser Kufsteiner Nachwuchsfußballer Loris Husic auf die Bühne und erzählt von seiner Erlebnissen bei der U17-WM in Katar.
Noch gibt’s Karten: https://www.glueck-tage.com/
Im Zuge der Veranstaltung am 22. Mai wird übrigens auch bekanntgegeben, wer unser Stargast bei Tag 2 der diesjährigen glück.tage am 16. Oktober sein wird. Auf den freu ich mich ganz besonders.
Mit Toni Polster und Loris Husic durfte ich auch schon vorab eine Podcast-Episode aufnehmen. Diese findet man hier: https://www.glueck-tage.com/de/back-stage.html

Selten habe ich mich so über einen Kommentar in der TT gefreut. Gleich dreifach: als Regisseur beim Stadttheater Kufstein, als Gründer des Kufstein English Theatre und als Kufsteiner Kulturpolitiker, der auch klarer Unterstützer des Kufsteiner Musicalsommers ist. Alle drei werden hier erwähnt und als „regionale Leuchttürme, die weit über die Grenzen strahlen“ gelobt.
Vielen Dank an Kathrin Zechner, ehemals ORF-Fernsehdirektorin und Intendantin der Vereinigen Bühnen Wien, für diese Worte, welche Anerkennung, Bestätigung und die Motivation für neue Taten in sich tragen.
Als der norwegische Schriftsteller Johan Harstad im September 2025 in Kufstein bei den Tiroler Literaturtagen Sprachsalz gastierte, hörte ich schon von verschiedenen Seiten raunen, dass sein Roman „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ einfach unfassbar gut sein soll. Gerne kaufte ich mir also das Buch und ließ mir vom Autor noch eine Widmung reinschreiben. Bis Mitte Dezember lag es dann wie ein Pflasterstein in meinem Arbeitszimmer und wartete darauf, gelesen zu werden. Zwei Monate später sind die rund 1150 Seiten bewältigt und ich muss zugeben: All das Lob, das ich im Vorfeld hörte, war mehr als angemessen. Was für ein Lesevergnügen! Was für ein erstaunlich gut konstruierter Roman. Und was man dabei alles lernt! Wer dieses Buch liest, der weiß hernach so einiges über Amateurfunk, die Logistik von Containerschiffen, radioaktive Endlagerstätten, Meteorologie und Geologie, Geheimdienste und vieles mehr. Wenn man nicht eh schon studierter Physiker ist, lernt man auch einiges über Kernfusion und Astrophysik. Und dann ist da natürlich Tristan de Cunha, jene entlegene Atlantikinsel, die auch schon andere Autoren (wie z.B. Raoul Schrott) in ihren Bann zog. Die Schilderung der Reise dorthin und die Wanderungen über den Vulkankegel lassen einen wohl nie mehr los. Die Handlung der Geschichte konzentriert sich vor allem auf einen Vorort des norwegischen Stavanger, wo man eine ganze Jugend miterlebt. Doch sie führt einen auch nach Shanghai, nach Warschau, Berlin, Paris, Trondheim, Toulouse, Sarajevo, irgendwelche Planstädte im Osten Sibiriens und natürlich in die Inselwelt des südlichen Atlantiks. Und genauso wild wie die geographische Verortung der einzelnen Episoden springt deren Zeitlichkeit hin und her – von den Fünfzigern bis in unsere heutige Gegenwart. Die Länge der Kapitel variiert dabei von nur wenigen bis fast einhundert Seiten. Und obwohl die Handlung in verschiedenste Areale ausfächert, kehrt alles doch immer wieder zurück zu jenem rätselhaften Stein, dessen Eigenschaften Erinnerungen an die Star Trek Folge „The inner light“ wecken. Faszinierend ist auch, wie der Autor Phänomene der Pop-Kultur in seine Geschichte einwebt. Wenn etwa zwei Figuren viele Seiten lang den Song „Final Countdown“ oder eher unbekannte Italo-Western oder „Minecraft“ diskutieren, so ist dies nie langweilig sondern einfach nur großartig.
10 von 10 Sterne und glasklare Empfehlung für „Unter dem Pflaster liegt der Strand“. In meinem persönlichen Roman-Ranking liegt das Werk von nun an gleichauf mit Salman Rushdies „Midnight’s Children“.
Bei der 7. Nacht der Kunst am 6. Februar lud die Stadtgemeinde alle Kunst-Vereine und Künstler:innen ein, die das Kalenderjahr 2025 zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Mit Preisen bedacht wurden von unserer Jury die folgenden Leistungen.
1. Bestes Theaterstück für Kinder: „Durchanond im Märchenland“ – Heimatbühne Kuftein
2. Beste Performance- & Bewegungskunst: Verein Freigeist – Pole Dance
3. Bestes Kunsthandwerk: Fastenkrippenbau von Heinz Sappl
4. Beste Kunst-Ausstellung: Galerie Dialog – Bildhauersymposium Spurwechsel
5. Preis der Stadt Kufstein: Streicherensemble der Musikschule Kufstein unter der Leitung von Bahram Pietsch
6. Beste Avantgarde-Musik: Klangfarben Kulturverein
7. Beste Musikveranstaltung: Da G’schupfte Ferdl – Kulturverein Wunderlich
8. Beste Foto-Kunst: Fotografie von Alexander Horejs
9. Beste Literaturveranstaltung: Sprachsalz – Internationale Tiroler Literaturtage Kufstein
10. Bester Nachwuchskünstler: Elia Ritter für seine Rolle in „Vincent will Meer“ beim Theater in der Arche Noe
11. Bestes Theaterstück: Hamlet – Stadttheater Kufstein
12. Bestes Jahresprogramm: Theater in der Arche Noe / Verein Arche Noe
13. Herausragende Leistung eines Künstlers Klaus Weninger
Herzlich willkommen allerseits, zur siebenten Nacht der Kunst, bei welcher wir diesmal auf das vergangene Kalender 2025, das letzte Jahre des ersten Viertels der 21. Jahrhunderts, Rückschau halten wollen – und uns daran erinnern möchten, welche künstlerischen Höhepunkt es in diesem seltsamen Jahr hier bei uns in Kufstein gegeben hat.
Es war ein Jahr, das gewiss an niemanden spurlos vorüber gegangen ist, ein Jahr das tiefe Furchen gegraben hat, ein Jahr, dass – vor allem gesamtgesellschaftlich und weltpolitisch betrachtet – nicht immer leicht zu ertragen war. Wir leben in verstörenden Zeiten. Dieser Satz gilt nicht nur für 2025, er gilt für die ersten Wochen des neuen Jahres umso mehr.
Alte Gewissheiten verschwinden zunehmend. Mit dem gestrigen Tag stehen Amerika und Russland zu ersten Mal seit fünfzig Jahren ohne nuklearen Abrüstungsvertrag da und ein neues Wettrüsten scheint denkbar. Begonnen hat das Jahr mit der Drohung, dass ein Nato-Land, dem anderen mit militärischer Gewalt Gebiet streitig macht, was das Ende einer über 70 währenden Weltordnung bedeuten würde. Denken wir an die Tausenden Leute, die jetzt eben frierend und ohne Licht in den stromlosen Wohnungen Kiews sitzen. Denken wir an den andauernden Völkermord im Sudan. Denken wir an die CO2 Konzentration in der Atmosphäre, die schneller wächst als je zuvor und in diesen Tagen zum ersten Mal seit fünf Millionen Jahre die 430 ppm übersteigt. Denken wir an KI, deren Fähigkeiten und Möglichkeiten weiter wuchern und mitnichten einer ethischen Kontrolle unterliegen. Immer größer wird nach statistischen Erhebungen die Zahl jener Menschen, vor allem junger Menschen, die kein Vertrauen mehr in die Zukunft und keine Hoffnung auf ein besseres Morgen haben.
Bei all dem stellt sich vielleicht vielen die Frage: Wie nicht verzagen? Wieso sich da noch ehrenamtlich engagieren, um Säle zu füllen und Unterhaltung zu bieten. Warum also noch Kunst machen?
Und die Antwort ist: Weil es gerade jetzt wichtiger ist denn je. Neben all den Dingen, die Kunst vermag, war eine ihrer Hauptfunktion schon immer, den Menschen in schwierigen Zeiten Halt zu geben, den Menschen Trost zu spenden – und Hoffnung – und Zuversicht – und einen Hauch von Glück. Mit der Kunst besinnen wir uns aufs Gute im Menschen, auf die Großartigkeit unserer Schaffenskraft, auf unser Vermögen, einander zu bezaubern. Es geht dabei nicht darum, die Wirklichkeit schönzureden und die Probleme unserer Zeit zu verdrängen. Vielmehr soll Kunst in Erinnerung rufen, dass es neben allen Schattenseiten des Daseins auch fantastische Sternstunden und Lichtmomente gibt, in den Menschen Kunstwerke schaffen, die ihre Zeit überdauern und nie aufhören, andere zu inspirieren und zum richtigen Handeln anzuregen.
Denn was immer man über den Menschen auch Schlechtes sagen kann, man wird nie leugnen können, dass er fantastische Kunstwerke geschaffen hat – in der Literatur, auf den Bühnen der Welt, in der Klängen der Musik, in Formen und Farben. Kunst gibt uns etwas, worauf wir als Menschen guten Gewissens stolz sein können – und das uns zuversichtlich stimmt, auch die Probleme der Gegenwart meistern zu können. Dies gilt im Großen, doch auch im Kleinen, auch in der Kleinstadt, auch in Kufstein.
Unsere Kunstvereine und Künstler:innen haben im Jahr 2025 wieder Zehntausende Menschen begeistert, sie erfreut, sie jubeln lassen, ihnen Hoffnung, Besinnung und schöne Gedanken geschenkt. Ihnen Trost gespendet. Und das ist so wichtig – nicht nur, was die Wirkung auf die breite Masse, sondern auch auf den Einzelnen betrifft. Die Geschichte ist voller Beispiele, wie einzelne, besondere, junge Menschen, durch ein Theaterstück, durch ein Musikerlebnis, durch Literatur – oft erlebt in kleinen Städten – eine Art Erweckungserlebnis erfahren, das ihr Leben in neue Bahnen wirft und sie später selbst zu großen Künstler:innen überregionalen Ranges werden lässt. Gerade die Jugend muss inspiriert und mitgerissen werden, muss darauf aufmerksam, wie wichtig Kunst und wie sehr diese Hoffnung zu geben vermag. Deshalb ist es so wichtig, dass auch Kleinstädte wie Kufstein ein möglichst dichtes, möglichst vielfältiges künstlerisches Leben haben – und da sind wir fantastisch aufgestellt.
Wir haben Musikrichtungen aller Genres, wir haben Trachtenvereine und Literaturfestivals, wir haben Circus und Kabarett, wir haben Galerien und Tanz, Skulpturen und Streetart … und sehr viel Theater. All das vermag so viel. Und all dies haben wir dank euch … ihr emsigen Zauberer:innen der Kufsteiner Kunstszene, die ihr heute hier bei dieser „Nacht der Kunst“ versammelt seid.
Es ist auch wichtig, dass wir Feste wie diese haben. Dass wir als Stadtgemeinde Kufstein uns bei euch allen erkenntlich zeigen und uns gemeinsam erinnern an die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Und deshalb sind wir heute hier.

Mit vielen Bildern erzähle ich von meiner 22 Tage langen Durchquerung der spanischen Region Valencia und präsentiere gleichzeitig mein 15. und bisher schönstes Buch über meine Weitwanderungen auf dem E4, welcher auch mitten durch Kufstein verläuft.
Es warten beeindruckende Schluchten, wunderschöne Dörfer in dünn besiedeltem Hinterland, Kiefernwälder und Steineichen, Burgen und Aquädukte aus maurischen Zeiten, Nächte im Zelt fernab der Zivilisation und überdies – die Gedanken und Gefühle eines Wanderers auf vielen Wegen.

Schön war’s, die Vollendung meiner 40. Runde um unser Zentralgestirn mit einem wunderbaren Fest im Kaiserturm der Festung Kufstein zu feiern. Ich danke allen Gästen für ihre Gaben, ihre Ansprachen, ihre Lieder.
Es war wunderbar meine Eltern, meine beiden Brüder, Cousins, Cousinen, Tanten, Onkel, Neffe und Nichte dabei zu haben. Dazu kamen alte und neue Freunde aus der Welt der Astroteilchenphysik, des Theaters, der International School, der Kufsteiner Stadtpolitik und allen anderen Universen, die ich in meinem Leben schon durchschreiten durfte. Dank auch an die Festung Kufstein für die hervorragende Bewirtung.
Ich habe in meinem Leben viel Glück gehabt: das Glück, in diese Epoche und Weltregion hineingeboren zu sein; das Glück, so eine tolle Familie zu haben; das Glück, oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein; das Glück, so einen gesunden Körper zu haben und vor allem auch das Glück, mit Maria so eine wunderbare Partnerin fürs Leben gefunden zu haben. Die ersten 40 Jahre sind um. Schon jetzt kann ich mit meinem Leben nur zufrieden sein.